Termin Informationen:
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Mo.09Feb.202618:00TMF; Charlottenstr. 42; 10117 Berlin-Mitte
Smarte Lösungen und KI in der Langzeitpflege (#181)
Smarte Lösungen und KI in der Langzeitpflege
Die Langzeitpflege steht vor tiefgreifenden Herausforderungen: steigender Versorgungsbedarf, Fachkräftemangel und wachsende Anforderungen an Qualität, Dokumentation und Effizienz. Digitale Technologien, Künstliche Intelligenz und sensorbasierte Assistenzsysteme bieten hier konkrete Lösungsansätze – vorausgesetzt, sie sind praxisnah, wirksam und sinnvoll implementiert.
Der Health-IT-Talk #181 beleuchtet, wie digitale Innovationen heute bereits messbar zur Verbesserung von Pflegequalität, Arbeitsbedingungen und Lebensqualität beitragen können. Im Mittelpunkt stehen konkrete Use Cases, reale Praxiserfahrungen und umsetzungsrelevante Rahmenbedingungen.
Vorträge und Referenten:
- Digitale Produkte, KI und Robotik in der Langzeitpflege – eine Einordnung
Simon Blaschke, Leiter des Berliner Landeskompetenzzentrums Pflege 4.0
Simon Blaschke gibt eine kompakte Übersicht über aktuelle Einsatzfelder digitaler Technologien, KI-basierter Anwendungen und Robotik in der Langzeitpflege. Entlang zentraler Use Cases zeigt er auf, wo heute realistische Hebel liegen, welche Potenziale bereits genutzt werden können und welche strukturellen Voraussetzungen über den Erfolg von Innovationen entscheiden.
Im Fokus stehen dabei übergreifende Herausforderungen der Pflege wie Fachkräftemangel, steigender Versorgungsdruck, Brüche in Informationsflüssen sowie Hürden bei Implementierung und Skalierung. Die Session bietet eine Orientierungs-Landkarte für das Health-IT-Publikum und ordnet technologische Entwicklungen praxisnah ein. - Praxisbeispiel aus der stationären Pflege – smarte Inkontinenzversorgung
Cathleen Klemens, Account Manager bei Ontex Europe
Ulrich Wagner, Business Development Manager bei Henkel AG & Co. KGaA
Anhand eines konkreten Praxisbeispiels wird gezeigt, wie intelligente Inkontinenzlösungen den Pflegealltag nachhaltig verändern können. Die vorgestellten Technologien ermöglichen eine bedarfsgerechte, patientenzentrierte Versorgung und liefern gleichzeitig datenbasierte Entscheidungsgrundlagen für Pflegekräfte und Einrichtungen.
Thematisiert werden zentrale Herausforderungen wie die hohe Belastung des Pflegepersonals, der sensible Umgang mit Inkontinenz als Tabuthema sowie der Anspruch, auch unter begrenzten Ressourcen eine konstant hohe Pflegequalität sicherzustellen.
Die Session zeigt konkrete Mehrwerte auf: verbesserte Lebensqualität für Bewohner, spürbare Entlastung insbesondere in der Nachtversorgung, effizienterer Ressourceneinsatz sowie messbare Verbesserungen in Prozessen und Ergebnissen. - Skandinavische Pflegetechnologie in der Praxis – digitale Assistenzsysteme zur Sturzprävention
Skadi Kleinert (vor Ort), Digital Transformation Manager, Nemlia
Lone Aggersbjerg (remote), Key Account Manager DACH, Nemlia
Nemlia stellt praxisnahe sensorbasierte Assistenzsysteme zur Sturzprävention vor und gibt Einblicke in die konkrete Implementierung gemeinsam mit Pflegeeinrichtungen. Anhand realer Anwendungsbeispiele wird gezeigt, wie technologische Lösungen Sicherheit erhöhen, präventives Handeln ermöglichen und Pflegekräfte im Alltag entlasten – ohne zusätzliche Komplexität zu erzeugen.
Adressiert werden hohe Sturzrisiken, Zeit- und Personalmangel sowie die häufig fehlende Praxistauglichkeit digitaler Lösungen. Die vorgestellten Systeme ermöglichen eine frühzeitige Risikoerkennung, reduzieren nachweislich Sturzereignisse und verbessern sowohl Arbeitsorganisation als auch Lebensqualität der Bewohner.
Termin: Mo, 9. Februar 2026
Vorträge:
Zudem weitergehend die Videodokumentation:
- Vorträge als Videomitschnitt: youtu.be/Qumz8X_gOp0 in der Rubrik "Health-IT Talk Berlin-Brandenburg" im YouTube-Kanal des SIBB e.V.
- Digitale Produkte, KI und Robotik in der Langzeitpflege – eine Einordnung
